Patientenverfügung sinnvoll
Den Fragen der Zuhörerschaft stellten sich neben Mediziner Dr. Paul Gotthardt Rechtsanwalt Ulrich Schorner sowie Diakon und Hospizkreis-Koordinator Gerd Eisenberg. Nach einführenden Referaten kam rasch eine angeregte Diskussionsrunde in Gang.

Die FDP Neuenrade hatte zum Thema Patientenverfügung eingeladen. Es referierten: Jurist Ulrich Schorner (m), Dr. Paul Gotthardt (l), Diakon Gerd Eisenberg
Dabei stellten sich die Experten unter anderem Fragen wie: „Wie stelle ich sicher, dass der Arzt meinen Willen akzeptiert?“ oder „Muss ich die Verfügung notariell beglaubigen lassen?“. Letzteres konnte mit einem eindeutigen „Nein“ beantwortet werden. Dass in der Medizin vorrangig die Lebenserhaltung zählt, machte Dr. Gotthard an einigen Beispielen deutlich.
„Nach einem Busunglück kümmern sich die Ärzte in erster Linie um die Rettung der Patienten“. In einer solchen Situation bliebe keine Zeit für Formalitäten, so Gotthardt. Gerd Eisenberg ging auf die vielschichtigen Aspekte der Thematik ein. Unter aller Berücksichtigung der Medizin, Juristik, Ethik, Religion und Weltanschauung, sei es vor allem wichtig, eine Vertrauensperson mit einzubeziehen, die im Ernstfall die eigenen Rechte und Wünsche vertrete.
Infos im Internet
Am Ende war klar: egal, ob handschriftlich oder offiziell beglaubigt, eine Patientenverfügung zur Selbstbestimmung macht Sinn. Wer Unterstützung in Form von Vordrucken benötigt, ergänzende Fragen habe, der könne sich an das Bundesministerium für Justiz (www.bmj.de) wenden, so der Tipp des Rechtsanwaltes.
Fortgesetzt werden soll die FDP-Informationsreihe mit Themen wie: Hospizarbeit, Notfallseelsorge oder Pflegearbeitsberatung.
























