Regierungspräsident zu Gast in Neuenrade
Auf Einladung von Bürgermeister Volker Klüter war am Montag der Regierungspräsident der Bezirksregierung Arnsberg, Heinrich Böckelühr, zu Gast in Neuenrade. Im Mittelpunkt des Besuchs standen unter anderem der geplante Neubau der Burggrundschule und die Diskussion um die Umgehungsstraße.
Nach einem Gespräch mit der Stadtverwaltung folgte ein Austausch mit den Fraktionen des Rates. Dabei wurden die unterschiedlichen Perspektiven auf die anstehenden Projekte und Herausforderungen für Neuenrade erörtert.
Auch die geplante Umgehungsstraße war Gegenstand des Gesprächs. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP, Jan Schäfer, machte dabei die kritische Haltung der FDP Neuenrade deutlich: „Wir haben noch einmal klargemacht, dass Neuenrade durch die geplante Umgehungsstraße aus unserer Sicht nicht profitiert. Der Verkehr wird letztlich nur verlagert, anstatt das Problem tatsächlich zu lösen.“
Ein weiterer Punkt des Gesprächs war die Förderpolitik des Landes. Der Regierungspräsident berichtete, dass rund 40 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirksregierung mit Förderprogrammen beschäftigt seien.
Für die FDP-Fraktion ist diese Zahl ein deutliches Signal für den notwendigen Abbau von Bürokratie. „Die Zahl finde ich wirklich erschreckend. Sie zeigt, dass Förderprogramme einfach zu kleinteilig und zu bürokratisch sind. Wenn ein so großer Teil der Mitarbeiter einer Bezirksregierung mit Förderprogrammen beschäftigt ist, muss man sich fragen, ob diese Strukturen noch sinnvoll sind“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende.
Im Anschluss an den Austausch mit den Fraktionen besichtigte der Regierungspräsident mit dem
Bürgermeister und den Vertretern der Fraktionen die Burggrundschule. Schulleiter Matthias Brockhagen und seine Stellvertreterin Jennifer Krause erläuterten vor Ort die aktuelle Situation und machten noch einmal deutlich, wie dringend ein Neubau der Schule benötigt wird.
Der Besuch bot damit die Möglichkeit, zentrale Zukunftsthemen der Stadt unmittelbar mit der Bezirksregierung zu besprechen und die örtlichen Herausforderungen direkt vor Ort zu verdeutlichen